Schloss Damtschach 2026

VEREIN PANORAMA

 

               

 

 

 

 

George Kubla
Futurismi


Eröffnung
am 11. Juli um 19.00h
Öffnungszeiten: Sa, So 15.00 - 18.00 h
und nach tel. Vereinbarung bis 26. Juli 2026

Mit der Ausstellung „Futurismi“ legt der Künstler ein ebenso beunruhigendes wie intellektuell scharfsinniges Manifest vor. Die Werke sind weit mehr als eine formale Studie von Textur und Komposition; sie sind eine materialisierte Dystopie, ein Nachdenken über die Vergänglichkeit unserer eigenen Zivilisation und die paradoxe Tradition der Ästhetisierung vergangener Katastrophen. Der Künstler konfrontiert uns mit einer ironischen Vision einer Zukunft, in der die Trümmer unserer Gegenwart zu den bewunderten Ruinen einer vergangenen Epoche geworden sind.

In dieser Inszenierung vollzieht sich die vom Künstler intendierte Analogie zu den antiken Ruinen Roms. So wie wir heute ehrfürchtig durch das Forum Romanum wandeln und die Schönheit im Verfall bewundern, so – suggeriert die Skulptur – werden zukünftige Generationen die Artefakte unserer Hybris betrachten: entkoppelt vom menschlichen Leid, das mit ihrem Untergang verbunden war.

Gerade in dieser Transformation entfaltet das Werk seine verstörende Kraft. Die Zerstörung erscheint nicht mehr bloß als Ende, sondern als ästhetisches Objekt, als Relikt einer untergegangenen Kultur, deren Scheitern erst aus historischer Distanz Schönheit gewinnt. „Futurismi“ wird dadurch zu einer Reflexion über den zyklischen Charakter menschlicher Zivilisationen: Aufstieg, Hybris, Kollaps und schließlich die museale Verklärung der eigenen Ruinen.

Die Arbeit steht damit in einer Tradition philosophischer und künstlerischer Auseinandersetzungen mit dem Verhältnis von Fortschritt und Untergang. Doch anstatt eine eindeutige Warnung auszusprechen, lässt der Künstler die Ambivalenz bewusst offen. Die Skulptur oszilliert zwischen Mahnmal und Faszinationsobjekt, zwischen dystopischer Vision und formaler Eleganz. Gerade diese Spannung macht ihre zeitgenössische Relevanz aus: Sie zwingt den Betrachter, über die Fragilität der Gegenwart nachzudenken – und darüber, welche Spuren unsere Epoche eines Tages hinterlassen wird.

 

 

 

 


 

 

 


   

     
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